Kein Problem.
Mit Lachmann & Rink.
Warum Maschinen vernetzen oft schwieriger ist
als gedacht
Maschinen vernetzen klingt zunächst einfach. Daten sollen fließen und Systeme sollen zusammenarbeiten.
In der Praxis passen neue Maschinen oft nicht ins bestehende Umfeld. Bestandsanlagen liefern Daten in unterschiedlichen Formaten. Entwicklungs-, Produktions- und IT-Systeme greifen auf Informationen zu, die nicht zusammenpassen oder zu spät verfügbar sind.
So entsteht hoher Integrationsaufwand. Schnittstellen müssen individuell angepasst werden. Entscheidungen basieren auf fragmentierten oder widersprüchlichen Daten in der Produktentwicklung wie auf dem Shopfloor.
Eine gemeinsame Sprache schafft hier die Grundlage. OPC UA liefert den Rahmen dafür.
Ganz so einfach ist es aber doch nicht, denn entscheidend ist, wie dieser Standard in Maschinen und Systemarchitekturen umgesetzt wird. Genau hier setzen wir an.
Warum OPC UA für vernetzte Systeme wichtig ist
OPC UA ist ein herstellerneutraler Kommunikationsstandard. Er sorgt dafür, dass Sensoren, Maschinen, Anlagen und übergeordnete IT-Systeme eine gemeinsame Sprache sprechen.
Dadurch entstehen konsistente, verwertbare Datenströme, die Sie für Entwicklung, Produktion und IT/OT-Verknüpfung einsetzen können.
Woher wir das wissen?
Lachmann & Rink ist aktives Mitglied der OPC Foundation. Daher arbeiten wir nach den aktuellen Spezifikationen des Standards und nutzen deren Weiterentwicklungen in unseren Projekten.
Unsere Teams haben bereits zahlreiche OPC-UA-basierte Lösungen umgesetzt, und zwar von der Integration neuer Maschinenplattformen in bestehende Systemlandschaften bis zur Vernetzung kompletter Produktionsumgebungen.
Damit unterstützen wir sowohl Entwicklungsabteilungen als auch Fertigungsbetriebe bei der zuverlässigen Kommunikation ihrer Systeme.
Sie wollen mehr dazu wissen?
Typische Herausforderungen aus Kundenprojekten
Viele Fertigungs- und Entwicklungsteams arbeiten mit Maschinenparks, die über Jahre gewachsen sind und stoßen daher auf folgende Probleme:
- Maschinen verschiedener Hersteller
- unterschiedliche Steuerung sowie proprietäre Schnittstellen und Protokolle
- unzureichende Dokumentation dieser Schnittstellen und Protokolle
- Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten
Das erhöht den Abstimmungs- und Integrationsaufwand und erschwert langfristig die Wartbarkeit der Systeme.
Genau dieses Integrationsproblem adressiert OPC UA, indem alle Systeme dieselbe Sprache sprechen. Erweiterungen lassen sich dadurch einfacher umsetzen, Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern sinken und Schnittstellen bleiben klar definiert. So wird OPC UA zum Enabler für Integrationsprojekte im Kontext von Industrie 4.0.
Sie möchten Unterstützung bei diesen Herausforderungen?
Welche Rolle OPC UA für Ihre Integration spielt
Mit OPC UA binden Sie neue und bestehende Maschinen ohne individuelle Schnittstellen in Ihre Systeme ein. So entsteht ein Kommunikationsrahmen, ohne dass Sie Prozesse oder bestehende Systeme umbauen müssen.
Allerdings löst OPC UA allein diese Integrationsaufgaben nicht. Erst Systeme auf Level 1 bis Level 3 der Automatisierungspyramide machen ihn im Projekt nutzbar. Genau diese Systeme entwickeln und integrieren wir von der Maschinen- und Steuerungsebene bis zur operativen Produktionssteuerung.
Die nebenstehende Grafik zeigt, wie Daten durch alle diese Level Ihres Unternehmens fließen und an welchen Stellen standardisierte Kommunikation mit OPC UA echten Mehrwert schafft.
Was OPC UA kann
OPC UA ermöglicht das Lesen, Schreiben und kontinuierliche Überwachen von Maschinendaten. Dazu zählen Sensorenmesswerte, Stückzahlen, Zustände und Ereignisse, Meldungen sowie Störungen.
Dafür definiert der Standard einheitliche Datenmodelle, die alle Systeme lesen und verarbeiten können. Das ermöglicht eindeutige Datenflüsse zwischen Maschinen, Steuerungen und IT-Systemen – unabhängig von Hersteller, Alter oder Anlagenmix.
Wie OPC UA den Informationsaustausch stabilisiert
Durch die Integration von Time Sensitive Networking (TSN) kann OPC UA auch in Umgebungen mit weichen Echtzeitanforderungen eingesetzt werden. Hier bietet sich die Verwendung einer OPC UA- Implementierung an, die neben der Client-Server-Architektur auch eine Publisher-Subscriber-Architektur liefert.
Wie OPC UA Sicherheit und Verlässlichkeit erhöht
OPC UA schützt alle Kommunikationswege zwischen den Systemen durch Signierung, Verschlüsselung und klare Zugriffskontrollen.
Damit bauen Sie eine zuverlässige Kommunikationsbasis auf, die sowohl den Anforderungen aus der Produktion als auch den Sicherheitsvorgaben Ihrer IT entspricht.
Was OPC UA nicht kann
OPC UA ist keine Fertiglösung. Der Standard ist weder eine Stand-Alone-Applikation noch ein separates MES, SCADA oder ERP. Viel mehr ist OPC UA ein Standard, der in einem Produkt integriert werden kann, um die Kommunikation mit anderen Systemen zu ermöglichen, die ebenfalls eine OPC-UA-Schnittstelle besitzen. Die Integration in ein Produkt muss daher bei der Entwicklung bedacht werden.
Was OPC UA nicht bereitstellt und Sie ergänzen müssen
OPC UA kann keine Reports, Dashboards oder Analysen generieren. Der Standard stellt semantisch strukturierte Daten bereit, die über eine OPC-UA-Schnittstelle genutzt werden können, um solche Features zu entwickeln. Gleiches gilt für KI-Anwendungen. Denn der Standard definiert keine direkte Integration künstlicher Intelligenzen in ein Datenmodell. Solche Features müssen sich der Kommunikationsschnittstelle über OPC UA bedienen.
Wo OPC UA technische Grenzen hat
OPC UA ist nicht auf die Erfüllung harter Echtzeitanforderungen im Steuerungssinn ausgelegt. Somit eignet sich OPC UA nicht für eine direkte Achssteuerung oder für Safety-Funktionen. Hier müssen Zykluszeiten im niedrigen Millisekundenbereich garantiert werden. OPC UA ermöglicht zwar standardisierte Kommunikation, ersetzt jedoch keine produktionskritischen Steuerungsmechanismen innerhalb einer Anlage.
„Kurz gesagt: OPC UA ist ein technologischer Enabler – der Projekterfolg hängt von der Konzeption und Umsetzung ab.“
Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob OPC UA der richtige Ansatz für Ihre Systeme ist.
Falsche Erwartungen an OPC UA
Lassen Sie uns gemeinsam auf Ihre Maschinen, Ihr Produkt oder Ihre Produktionsumgebung schauen.
Und erhalten Sie eine unverbindliche Empfehlung von uns, die Sie wirklich weiterbringt.
MQTT oder REST – eine Alternative zu OPC UA?
Damit Sie die passende Lösung für Ihre Systemlandschaft wählen können, haben wir die wichtigsten Unterschiede zwischen OPC UA, MQTT und REST übersichtlich gegenübergestellt.
So treffen Sie die richtige Technologieentscheidung
Um zu verstehen, welche Technologie in welcher Situation sinnvoll ist, lohnt sich ein Blick auf ihre konkrete Funktionsweise und die Auswirkungen auf Ihre Projekte. Daher zeigen wir hier, wie sich die drei Technologien in Funktionsweise und Projektwirkung unterscheiden und welchen Beitrag sie in realen Integrationsszenarien leisten.
OPC UA, die strukturierte Maschinenkommunikation
Funktionsweise (vereinfacht):
- Maschinen stellen Daten, Zustände und Ereignisse bereit
- Clients abonnieren Daten oder lesen und schreiben gezielt Werte
- Sicherheit und Datenmodell sind Teil des Standards
Projektwirkung
- hohe Planbarkeit
- klare Schnittstellen
- gute Grundlage für langfristige Architekturen
MQTT, der ereignisbasierte Datentransport
Funktionsweise (vereinfacht):
- Geräte senden Nachrichten
- Broker verteilt diese an Abonnenten
- Inhalt ist für die Übertragung technisch irrelevant.
Projektwirkung
- sehr leichtgewichtig
- ideal für viele, einfache Datenquellen (z. B. IoT)
- kein gemeinsames Datenverständnis
Wann ist MQTT besser geeignet als OPC UA?
MQTT transportiert die Daten nur, „erklärt“ sie aber nicht. Sein Einsatz ist sinnvoll:
- für viele einfache Datenquellen
- bei instabilen oder langsamen Netzwerken
- wenn Daten ohne semantische Bedeutung übertragen werden sollen
Typische Anwendungsfälle:
Sensorische Installationen mit mehreren Sensoren, Condition Monitoring und Energiedatenübertragung.
REST, die klassische Request-Response-Schnittstelle
Funktionsweise (vereinfacht):
- Client fragt Daten explizit an („GET“)
- Server liefert gezielt die angeforderten Informationen zurück
- keine dauerhafte Verbindung erforderlich
Projektwirkung
- Standard in der IT-Welt
- sehr gut für Business-Anwendungen geeignet
- weniger gut geeignet für kontinuierliche Datenströme wie Maschinendaten
Wann ist REST besser geeignet als OPC UA?
REST ist sinnvoll:
- wenn Daten nur punktuell abgefragt werden, z.B. bei Interkommunikation zwischen IT-Systemen
- für den Austausch von Geschäftsobjekten
- ideal für Web-Architekturen und Microservices
- nicht für hochfrequente Echtzeit- oder Maschinendaten geeignet
Typische Anwendungsfälle:
Vernetzung von Clients mit ERP-Systemen, Transport von Auftrags- und Stammdaten, Reporting, Microservices.
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