Erfolgsfaktor


 

Individualsoftware als erfolgstreibender Faktor im Maschinen- und Anlagenbau

Denkt man optimistisch, so hat die Pandemie durch den Innovationsdruck auch neue Chancen mit sich gebracht, beispielsweise durch verstärkte Digitalisierung. Sie fordert vermehrten Einsatz von Softwarelösungen, die zunehmend zum erfolgstreibenden Faktor werden. Nicht nur im Maschinen- und Anlagenbau stellt sich die Frage: Make or buy, Branchensoftware oder Individual-Entwicklung? Eine strategische Entscheidung, die der Großteil von IT-Verantwortlichen bevorzugt in die Hände externer Dienstleister legt1).

 

Covid-19 als Innovationstreiber?

Durch die Notwendigkeit, Prozesse und Geschäftsmodelle digital umzusetzen, löste Covid-19 einen gewissen Innovationsdruck in Deutschlands Unternehmen aus. Zunehmend hängen Alleinstellungsmerkmale, Wettbewerbsvorteile und letztendlich auch der Unternehmenserfolg vom Einsatz der Softwarelösungen ab, die das klassische Geschäftsmodell, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau, erweitern. Wie fällt die Wahl hinsichtlich Eigenentwicklung, Branchensoftware oder individuelle Software-Entwicklung aus? Das Research- und Analystenhaus techconsult GmbH deckte in einer Studie auf, dass die Mehrheit der IT-Verantwortlichen auf Individualentwicklung durch externe Software-Dienstleister setzt, statt sich durch Branchensoftware geißeln zu lassen.

 

Steigende Komplexität digitaler Geschäftsmodelle

Digitalisieren sowie Optimieren von Geschäftsprozessen fordert, dass Funktionalitäten, Bedien- und Beobachtungsprozesse, Schnittstellen sowie bestehende (Infra-) Strukturen harmonisiert werden. Das erhöht wiederum deren Gesamtkomplexität – sowohl für IT-Verantwortliche als auch für Maschinenbediener bzw. Anwender. Nur intuitive Konfigurationsmöglichkeiten und Bedienerführung bringen Akzeptanz beim Benutzer. Dazu zählen anwenderfreundliche Oberflächen, einheitliche Bedienkonzepte sowie Durchgängigkeit auf allen Maschinen – vom Einsatz beim Maschinenbauer bis wiederum zu dessen Kunden. Kann Standardsoftware diese Anforderungen lösen?

 

Augen auf bei der Partnerwahl

Standardsoftware besticht auf den ersten Blick durch ihr Preisschild. Beim kritischen Blick dahinter wird deutlich, dass sie individuelle Anforderungen nicht ausreichend abdecken und Skalierung nur bedingt zulassen kann. Make or buy? Denkt man infolgedessen über eine Eigenentwicklung nach, fehlen häufig sowohl personelle Kapazität, bedingt durch Tagesgeschäft sowie Programmier-Know-how. Somit führt die Entscheidungskette im nächsten Step zur Fremdentwicklung. Für einzelne Projekte mögen Near- bzw. Offshore-Outsourcing oder Bodyleasing als probate Lösung erscheinen, bei denen jedoch Vorsicht geboten ist. Zwar spielt auch hier die Preiskomponente eine attraktive Rolle, die allerdings verbundene Risiken wie obfuskierte Codes, fehlende Kontinuität der Serviceleistung sowie wechselnde Ansprech- und Projektpartner nicht aufwiegen kann.

 

Innovationsvorsprung durch Differenzierung

„The only thing we know about the future is that it will be different“, weissagte Peter Drucker so treffend. Um zukünftiges Wachstum durch digitale Geschäftsmodelle zu sichern, müssen sowohl Passgenauigkeit als auch Qualität bei der Partnerwahl gegeben sein. Dreiviertel der IT-Verantwortlichen schreiben ihren Geschäftserfolg dem Einsatz von Individualsoftware zu. Fundierte Branchenerfahrung in Kombination mit methodischer Beratung und einer zuverlässigen Übergabe von Quellcodes sichert ein konservatives Planen von Kosten, zeitlichen Meilensteinen und dem letztendlichen Erfolg eines Projektes. Will sich der Maschinenbau auf das Entwickeln und Herstellen von Maschinen konzentrieren, heißt, seine PS schnell auf die Straße bekommen, so setzt er auf individuelle Softwareentwicklung Made in Germany und erhält damit volle Kontrolle bei maximaler Freiheit.

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1) Wir danken dem Magazin Industrie 4.0 & IIoT für den inspirierenden Beitrag, auf dessen Grundlage unser Blog-Beitrag entstanden ist http://www.i40-magazin.de/download/industrie-4-0-iiot-magazin-16-2021/ (Seite 7).