Erfolgreiche Technologie-Projekte


 

Egal wie faszinierend Technologien sind und was sie bieten: Echter Mehrwert entsteht nur bei Nutzern einer Lösung. Lernen Sie so viel wie möglich über die Bedürfnisse der Nutzer und fokussieren Sie sich auf die benutzerfreundliche Bedienung der Software.

Den Nutzer in das Zentrum stellen

Es gibt zahlreiche Ansätze und Methoden, die sich mit der Benutzerorientierung befassen (z. B. Design Thinking, Usability Engineering…). Am Ende folgen sie alle einem ähnlichen und irgendwie auch nachvollziehbaren Gedanken: Schauen Sie sich die aktuellen Probleme Ihrer Benutzer an, versuchen Sie diese kreativ und bestmöglich zu lösen und, aus unserer Sicht das Wichtigste, holen Sie sich frühzeitig und regelmäßig Feedback von echten Nutzern!

 

360° Anforderungen kennen

Verlassen Sie sich nie darauf, dass „der eine Experte“ Ihnen alles sagen kann. Lösungen sind Teil von größeren Systemen und Prozessen. Identifizieren Sie - neben den Nutzern - weitere Personen, die auf Ihre Lösung Einfluss nehmen oder an ihr Interesse haben (Stakeholder) und sammeln Sie deren Anforderungen. Involvieren bzw. informieren Sie die Stakeholder während des ganzen Projektes.

Anforderungen ergeben sich aus dem Markt, von Kunden, aus vor- und nachgelagerten Prozessen, aus zu integrierenden Systemen, aus gesetzlichen Rahmenbedingungen, Normen u.v.m. Gehen Sie hausieren, werden Sie Klinkenputzer. Das klingt sehr unattraktiv, reduziert aber Projektrisiken, die zu diesem Zeitpunkt noch kostengünstig zu beheben sind. Am Ende des Projektes können "vergessene Stakeholder" ein sehr teures Vergnügen sein.

Und manchmal ist es ganz einfach: Laden sie 5-7 der - aus Sicht der Lösung - wichtigsten Stakeholder in einen Raum ein, und erarbeiten Sie einen Tag lang deren Anforderungen. Sie werden erstaunt sein, was alles zu Tage gefördert wird, wenn interdisziplinär zusammengearbeitet wird.

 

Das Ungewisse meistern

Innovationsprojekte zeichnen sich dadurch aus, dass weder die Rahmenbedingungen noch die Ergebnisse vollständig klar und planbar sind. Das ist nicht unbedingt negativ. Erfolgreiche Lösungen entstehen durch unternehmerischen Mut, stetiges Lernen und Verbessern, sowie motivierten Teams. Das braucht Spielraum und ist mit klassischen Plan-Vorgehensweisen nicht mehr zu bewerkstelligen. "Ja, aber das Budget!" - Begrenzte Ressourcen hat jeder. Man kann natürlich auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes vorwärts planen. Hierzu schätzt man den bekannten Teil der Lösung ab und schafft Pufferwerte für die unbekannten Teile. Das kommt dem klassischen Ansatz recht nahe und fühlt sich für alle Beteiligten "normal" an. Reicht der Puffer jedoch nicht aus, kommt es nicht selten zu Diskussionen.

Gehen Sie das Budget alternativ doch mal von der Nutzen-Seite an. Welchen messbaren Wert hat die Lösung des Problems? Was kann dadurch eingespart oder durch die Lösung zusätzlich generiert werden? Was kostet es mich, wenn ich die Lösung nicht umsetze? Bewerten Sie diesen Nutzen monetär so gut es geht und setzen Sie ihn als Projektbudget. Dieser Ansatz motiviert die Akteure dazu, eine Lösung zu finden, die zum Problem und zum Budget passt.

Und wenn neue Ideen oder Funktionen hinzukommen? Dann funktioniert das genauso. Welchen Mehrwert generiert die neue Idee oder Funktion? Lohnt es sich, diese aufzunehmen? Mit diesen Fragen haben sie dann auch direkt ein Mittel zur Priorisierung an der Hand.

 

Architektur vor Technologie

Versuchen Sie nicht, Ihre Prozesse, Ihre Anforderungen und Ihre Lösung an die Gegebenheiten einer hippen Technologie anzupassen. Sie haben Ihren Nutzen bereits durch fachliche Problemlösung und Anforderungen erarbeitet und bewertet. Vertrauen Sie darauf, dass dieses Ergebnis richtig ist. Die Technologie ist am Ende nur ein Werkzeug. Entwerfen Sie eine möglichst ideale Architektur für Ihre Anforderungen und suchen Sie dann die passenden Technologien hierfür aus. Wenn die Technologie Sie zur Anpassung Ihrer Anforderung zwingt, müssen Sie die Situation bewerten hinsichtlich

  • Gibt es alternative Technologien mit vergleichbaren Stärken?
  • Gibt es, bezogen auf die Anforderungs-Änderung, im Vergleich zu anderen Technologien Vorteile genau diese Technologie einzusetzen, die diese Änderung aufwiegen (z. B. Betriebskosten, Personalverfügbarkeit für Wartung und Pflege, Verbreitung…)?

Auch hier gilt, die Wahl der Technologie soll dem Nutzer die bestmögliche Lösung bieten. Und unter den verschiedenen Varianten, die das tun, wählen Sie dann diejenige aus, die Ihnen selbst den größten Vorteil verschafft.

 

Zusammengefasst

Richten Sie Ihre Technologieprojekte an denen aus, die mit dem Projektergebnis langfristig arbeiten wollen und/oder müssen. Alle technologischen Fragestellungen ordnen Sie den folgenden Zielen unter:

  • Nutzerbedürfnisse,
  • Stakeholder-Anforderungen und
  • Kosten-Nutzen-Verhältnis

Die sich daraus ergebende Lösung arbeiten Sie iterativ ab und haben Sie keine Bauchschmerzen, wenn zu Beginn nicht alles eindeutig definiert und planbar ist. Durch Ihren mehrwertorientierten Ansatz können Sie jederzeit Veränderungen, Neuerungen und Ideen bewerten und entscheiden, ob diese umgesetzt werden. Ganz einfach, oder?

 

Gerne erarbeiten wir mit Ihnen gemeinsam einen für Sie maßgeschneiderten, passenden Ansatz. Melden Sie sich bei uns.

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